Ah ja… - Viel Wind um Energie
April 11, 2008
> Schon daher muss man gar nicht unbedingt 1000 Km lange Leitungen
> bauen. Für uns hier in Mitteleuropa gibts natürlich eher andere
> Mittel an Strom zu kommen, sie sinnvoll sind: Wasserkraftwerke,
> Windkraft und Geothermkraftwerke.
Also mir ging es um den Strom bei UNS (meint Mitteleuropa, weil sich
darauf auch der vorposter bezogen hatte). Ob sich die Pharaonen ihren
Strom in der Wüste holen, ist mir relativ egal. Geothermkraftwerke
haben IMHO relativ hohe Investkosten und damit ziemlich hohe
Stromkosten - lohnen sich momentan nur, wenn der Steuerzahler
drauflegt. Windkraft wird ausgiebig diskuiert, ist aber ebenfalls als
Flächenlösung aus den bereits x-fach zitierten Gründen problematisch.
Wasserkraft - hmm, ja, ein grünes Lieblingsthema. Das letzte in D
gebaute Pumpspeicherkraftwerk steht in Thüringen - weil das
Planfeststellungsverfahren schon zu Zonenzeiten durch war. Heute noch
flächendeckend Staumauern und Reservoirs zu errichten, dürfte
politisch kaum durchsetztbar sein. Sinnvoller ist vielmehr, zunächst
an der Verbrauchseite anzusetzen - nicht mit sinnlosen Vorschriften,
sondern eher mit Incentives. Weiterhin ist eine Dezentralisierung
dann sinnvoll, wenn die Abwärme weiter genutzt werden kann. Ob ein
BHKW mit Kraft-Wärmekopplung, sofern erst mal errichtet, dann mit
Gas, Kohle, Öl, Müll oder Holzhäcksel betrieben wird, sollte der
Entscheidung der örtlich zuständigen überlassen werden.
Gruß
H.M.
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