Urknall und Antimaterie - Energie!
Mai 8, 2008
energieht es denn nicht einfach anzunehmen, daß es möglicherweise
> einfach eine Asymmetrie in der örtlichen Verteilung von Materie und
> Antimaterie beim Urknall gegeben hat?
Leider reicht das nicht.
> Eine totale Annihilation kommt
> doch nur dann zustande, wenn die Mischung exak 1:1 beträgt und in
> ihrer gesamten Ausbreitung absolut homogen ist. Wenn sie das nicht
> war, sprich, wenn Konzentrationen und Verhältnis von Materie und
> Antimaterie lokal variierten, dann ist es durchaus vorstellbar, daß
> Materie und Antimaterie auch heute noch koexistieren. Ich bin ja nur
> Laie, aber soweit ich weiß spricht man bei der Bildung von Materie
> nach dem Urknall immer so schön von einer Art Kondensation: Materie
> konnte sich erst bilden, als es “kalt” genug war und zu komplexen
> atomaren Strukturen konnten die sich auch erst nochmal viel später
> verbinden. Und da dürfte das Universum schon einigermaßen groß
> gewesen sein. Genug Zeit und Raum also, um eine Asymmetrie in der
> “Energieverteilung” zu entwickeln, aus der dann die Materie
> herauskondensierte… Gleich von einer Asymmetrie in der vorhandenen
> Menge von Materie und Antimaterie auszugehen, erscheint mir nicht
> wirklich einleuchtend. Aber wie gesagt, ich bin nur ein
> interessierter Laie und bitte darum korrigiert zu werden, wenn ich
> etwas nicht bedacht habe
Kein Problem, ich versuch es zu erklären.
Der Punkt ist eigentlich einfach. Der gesammte Kosmos ist ja nicht
leer, sondern von Gaswolken und kleinen Dreckklumpen ( manchmal auch
Galaxien genannt ) durchzogen. Wenn es irgendwo ein Gebiet mit
Antimaterie geben würde hätte es eine “Grenze” zu den
Materiegebieten. Folglich würden an der Grenze Materie und
Antimaterie kollidieren und in einem der spektakulärsten Feuerbälle
des Universums sich gegenseitig vernichten. Aufgrund der Gasbewegung
würde dies ( über große Zeiträume gerechnet ) so lange passieren bis
entweder keine Materie oder keine Antimaterie mehr da ist.
Schließlich füllt jedes Gas einen Raum über lange Zeit gesehen sehr
gleichmäßig aus.
Da wir wissen das es noch Materie gibt können wir davon ausgehen das
keine Antimaterie übrig geblieben ist.
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