Probleme bei Dauerbetrieb - Energie aus dem Meer
Mai 24, 2008
energieternativ ist auch der Einsatz normaler Turbinen in waggrechten
> > Rohren denkbar, die mit Hilfe von Strömungssensoren immer in die
> > richtige Richtung gedreht werden.
>
> Diese Rohre fressen Wirkungsgrad und sind alles andere als trivial.
> Überleg dir nur, dass hinter dem Propeller die Dichte des Wassers
> geringer ist …
Ich weiß sehr gut, daß die Berechnung von Turbinen nicht gerade
einfach ist. Trotzdem ist die Berechnung einer optimalen
Konstruktion in diesem Fall das kleinere Problem. Wir haben genug
fähige Ingenieure, die der Lage sind, solche Anlagen zu
dimensionieren. Die Hauptprobleme sind Verschleiß, Korrosion und
Verschmutzung bei Dauerbetrieb. Alle beweglichen Teile einer
Unterwasser-Installation im Meer sind permanent gefährdet. Man kann
schließlich nicht alles aus Edelstahl bauen. Meerwasser ist wirklich
extrem aggressiv. Schiffbauer können davon ein Lied singen.
>
> > Die Nutzung der Gezeiten ist dringend notwendig, wenn man auf
> > Kernkraft verzichten will.
>
> Sicher, aber in der Nordsee rechnet es sich noch lange nicht …
> Bei Messina und Gibraltar hat es Strömungen um 6kn in der Spitze. Da
> würde es sich heute schon rechnen, wenn man einen anderen Weg für die
> Schiffe hätte.
Stärker als ein Mensch ist die Strömung aber schon. Wenn die Tide in
der Nordsee zur Ebbe umschlägt, dann wird man sogar als
Kampfschwimmer gnadenlos ins Meer hinausgesaugt. Es würde mich sehr
wundern, wenn man eine so große Kraft nicht nutzen könnte. Das ist
alles eine Frage der Technik.
Schönen Tag wünscht
BasisDemokrat
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[…] energieemlich optimal halte ich senkrecht stehende Zylinder mit schräg gestellten Lamellen, die auf eine Miniturbine mit einem breitbeinigen, schwerkraftgesteuerten Tragegestell gesetzt werden. Diese Konstruktion hat den Vorteil, daß sie sich unabhängig von der Strömung immer in die gleiche Richtung dreht. Gegen Verschmutzung durch Seetang etc. sollte der Zylinder mit einem Gitter geschützt werden, das notfalls bei Nachlassen der Leistung mit Hilfe einer Pumpe freigeblasen werden kann. Das Gitter sollte darüber hinaus so gewählt werden, daß es die meisten Meerestiere vom Zugang abhält. Alternativ ist auch der Einsatz normaler Turbinen in waggrechten Rohren denkbar, die mit Hilfe von Strömungssensoren immer in die richtige Richtung gedreht werden. Von dieser Sorte Kraftwerk kann man einige Hundert in einem Strömungsgebiet absetzen und zusammenschalten. Das ganze System muß redundant ausgelegt sein, damit es auch funktioniert, wenn einige Turbinen ausgefallen sind. So gewinnt man ausreichend Zeit für Wartungsarbeiten. Die Nutzung der Gezeiten ist dringend notwendig, wenn man auf Kernkraft verzichten will. Das sage ich schon seit Jahren, aber mir fehlt leider das nötige Kleingeld für eine Versuchsanlage, die über ein Modell hinausgeht. Schönen Tag wünscht BasisDemokrat […]