Trollerei - Viel Wind um Energie
Juni 1, 2008
energie Nein. Moderne Energiespeicher haben Wirkungsgrade zwischen
> > 55 (diabate CAES-Speicher aktueller Technologie), 70
> > (adiabate CAES-Speicher entsprechend den Drafts des
> > EU-Projekts) und 85% (moderne Pumpspeicher).
> Ein hoher Wirkungsgrad ist natuerlich gut, aber ich redete von den
> Kosten und da ist der Wirkungsgrad nicht der einzige Faktor.
Der Wirkungsgrad von Speichern (also das, was man nach Ein-
und Ausspeicherung von der eingespeicherten Energie erhaelt)
ist ein zentraler Faktor. Fuer die Kosten ist er die eine
Determinante. Die andere ist die gespeicherte Menge bezogen
auf die Produktion der gespeicherten Energie. Die dritte
sind die Kosten des Speichers bezogen auf die gespeicherte
Kilowattstunde.
> > Das heisst,
> > inclusive Anlagenkosten verteuern sie den gespeicherten
> > Strom um 25-50%.
> Aber nur, wenn diese Energiespeicher fast nichts kosten und immer gut
> ausgelastet waeren.
“Fast nichts kosten” ist Unfug. Es geht darum, dass sich die
Anlagekosten gut auf die Nutzung verteilen. Aber gewiss, ein
schlecht ausgelasteter Speicher ist eine Fehlinvestition.
> Beides ist aber nicht der Fall:
> D.h. z.B. 4-20 % Auslastung (in der 100% der laufenden Kosten und der
> Baukosten hereingespielt werden muessen - im Vergleich zu
> Grundlastkraftwerken, die durchaus bis 90 % und mehr haben)
> http://de.wikipedia.org/wiki/Pumpspeicherkraftwerk#.C3.96sterreich
Da sehe ich, dass das kleine Oesterreich ca. 3,5GW Pumpspeicher-
kapazitaet hat gegenueber (gerade nachgesehen) etwa 8 GW in der
gut neunmal so grossen BRD (ich dachte bislang 10 GW). Und da
Oesterreich den groessten Teil seines Stroms aus erneuerbaren
Energien, hauptsaechlich Wasserkraft, bezieht, ist sein
Reservebedarf natuerlich deutlich niedriger. Daher wuerde
ich sagen, dass Oesterreich zu viele, und daher schlecht
ausgelastete Speicher hat.
> und
> “Spitzenlast wird häufig an Strombörsen gehandelt, wo sie im
> Extremfall mehrere Euro pro Kilowattstunde kosten kann.”
> http://de.wikipedia.org/wiki/Spitzenlast
> sowie
> “Um Preissicherung zu ermöglichen, müssen die Erlöse mindestens die
> Grenzkosten je Kraftwerkstyp decken. Wasserkraftwerke weisen in der
> Regel niedrige, kalorische Kraftwerke (Wärmekraftwerke) mittlere und
> Pumpspeicherkraftwerke hohe Grenzkosten auf. Langfristig müssen am
> Markt natürlich die Vollkosten gedeckt werden.”
> http://de.wikipedia.org/wiki/Strombörse
Tja. Lies Dir das dreimal durch und versuch es zu verstehen.
Dann komm wieder.
> > Bei der Windenergie muesste bei einem
> > Ausbau auf 20% weniger als 5% der erzeugten Energie
> > gespeichert werden.
> Wie kommen Sie darauf? Wenn ich mir die Schwankungen in der
> Produktion noch mal ansehe, dann wuerde ich eher auf >50% schaetzen
> und faende es immer noch untertrieben. Ausser Sie setzen zusaetzlich
> HGUe und andere Spitzenlastkraftwerkstypen ein (aber die gibt’s auch
> nicht gratis).
Du faselst wie stets. Um es auch schwachen Denkern wie Dir zu
erlaeutern: Natuerlich erfordert die Nutzung dargebotsabhaengiger
Energien wie Wind und Sonne die Abfederung von Schwankungen durch
dargebotsunabhaengige Energien wie (Bio)Gas, Wasserkraft, Speicher
und dergleichen. Nach den vorliegenden Daten scheint es aber absurd,
mehr als 5-10% der produzierten Energie speichern zu muessen,
vorausgesetzt eine vernuenftige Landschaft lastfolgender
Energieerzeuger.
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