Unvorhersehbar … - Viel Wind um Energie
Juni 13, 2008
energieer sagt denn, dass bei der kontinuierlichen Verteuerung der
> > > nicht regenerativen Energie der Energiepreis steigen muss?
> > > Es kommen doch andere Energieträger/quellen dazu.
> >
> > Sämtliche! erneuerbaren Energien sind deutlich! teuerer als die
> > konventionellen Energieträger. Erneuerbare Energien können mehr oder
> > weniger zur Versorgung beitragen, zu einer Preissenkung werden sie
> > nie führen.
>
> Wir haben ein Problem: Du redest ständig vom Ist-Zustand (deshalb
> auch so oft das Wort “Subvention”), ich hingegen von der Zukunft!
> Momentan sind die erneuerbaren Energien deutlich teurer.
Momentan und noch eine ganze Weile. Eine kurzfristige Erhöhung (<10
Jahre) des Energiepreise der konventionellen Energien in einem
derartigen Ausmaß, daß EEs konkurrenzfähig werden, ist nicht
absehbar.
> Nehmen wir
> aber den Trend der letzten Jahre beim Rohölpreis und rechnet das auf
> die Zukunft hoch, kann man sich ausrechnen, wann sich das ändert.
> (einen “nur” linearen Anstieg vorausgesetzt)
Nein. Niemand kann die Zukunft voraussehen. Niemand kann sagen, wie
sich der Energiemarkt entwickelt, wann das Öl etc. wirklich knapp
wird. Man kann (und sollte) planen, man kann sich vorbereiten, um
bereit zu sein WENN ES SOWEIT IST!
Sonst läuft man in Gefahr, jahre- und jahrzehntelang Geld in teure
Energieformen reinzubuttern, ohne das es notwendig ist.
> Wie berechnet man eigentlich die Umweltkosten aus dem
> Emissionshandel?
> Die gehören ja eigentlich auf den Preis der NEE(nicht erneuerbaren
> energien) reingerechnet.
Das passiert schon längst. Wer auf EE (erneuerbare Energien)
umsteigt, hat weniger Emmissionen und kann entsprechende Rechte
verkaufen.
> > > > Die Frage ist umgekehrt: Warum ein Problem vorzeitig und
> > > > sehr teuer -vieleicht- lösen, bevor es sich stellt? -
> > >
> > > Du bist ernsthaft der Meinung, das Problem gibt es noch nicht?
> > > (ja ist den heut scho’ Weihnachten?)
> >
> > Noch gibt es reichlich Öl, Gas ,Kohle, und noch sind sie deutlich
> > billiger als jede alternative Energie.
>
> Weil die Preisbestimmer die Umweltschäden NICHT in den Energiepreis
> reinrechnen, welche die globale Erwärmung verursacht.
Schlicht nicht kalkulierbar, vielleicht nicht mal zu berücksichtigen.
Es gibt eine globale Erwärmung, unbestritten. Nur, sowas gab es schon
immmer auf der Erde, auch schon bevor es überhaupt Menschen gab. Das
Ausmaß und Anteil der NEE daran sind bis heute nicht wissenschaftlich
darstellbar. Vielleicht verhindern wir durch CO2-Emissionen gerade
eine neue “kleine Eiszeit”? Oder die “Werte” durch neu gewonnenes
Land (aufgetauter Permafrostboden) sind viel größer als die
Umweltschäden? - Die ganze Geschichte ist bisher einfach viel zu
vage, das Erdklima viel zu komplex - bis man mit wissenschaftlicher
Genauigkeit die Folgen vorhersagen kann, wird es noch lange dauern.
> Weil auf einen Schlag ein grosser Teil von deren Industrie nicht mehr
> konkurrenzfähig wäre, gäbe es eine Marktwirtschaft!
Das hat mit Marktwirtschaft nichts zu tun, sondern alleine mit den
bedingungen, unter denen sie laufen soll.
> Jetzt langsam kommt Bush mit erneuerbaren
> Energien aus demselben. Warum wohl? Weils langsam auch die dümmste
> Nuss kapiert, was die Stunde geschlagen hat!
Bei den Amis ist das Motiv für EE, das man von Importen aus
instabilen Ländern (naher Osten) unabhängig sein will, weniger der
Umweltschutz.
> > > > Nichts spricht dagegen sich vorzubereiten, also Forschung,
> > > > Pilotprojekte, etc.,
> > >
> > > Ach? Wie finanziert? ETWA DURCH SUBVENTIONEN?
> >
> > Wenn Subventionen irgendwo sinnvoll sind, dann hier. Und da es nur
> > einzelne Projekte wären, betragen auch die Kosten nur ein Bruchteil
> > dessen, was die jetzige Masseneinführung kostet.
>
> Nochmal:Ich halte nichts von Subventionen, wie sie bisher verteilt
> werden. Nur derjenige, der über entsprechende Subventionsspezialisten
> in der Firma verfügt, kommt an den Topf. Das benachteiligt massivst
> kleine Erfinder und Tüftler und schafft einen Wasserkopf an
> Kontrollbürokratie sowie Gschaftlhuberei.
Das war nicht mein Kritikpunkt. Sonder das nicht etwa
Forschungsprojekte, sondern die bloße Kauf, der reine Einsatz von
EE-Technik in der Masse subventioniert wird.
> (Schnipp)
>
> > > Bis dahin haben dann Andere (Japan,Usa,Skandinavien)das
> > > Rennen für sich entschieden( mal wieder!)
>
> > Was für eine “Rennen”? Das um die höchsten Ausgaben für etwas, was
> > man (noch) nicht braucht? (nämlich breite Massenanwendungen?). - Und
> > für reine Forschung und Entwicklung bin ich selbst, aber eben nicht
> > für breite Massensubventionen.
>
> Was für ein Rennen? Das Rennen um die Märkte der Zukunft, Mann!
> Die Energieerzeugung mit grüner Energie (nicht ärgern!
sehe ich
> als eine der Industriesparten, die einen Teil der Automobilindustrie
> (die verpennt zur Zeit ziemlich viel)in Deutschland ersetzen wird.
Dafür braucht man nicht heute schon Häuslebauern und Fondsinvestoren
die Subventionskohle in den Rachen zu stopfen - die kaufen die ganze
EE-Technik nur ein, weil der Staat per Gesetz weit überhöhte Preise
auf lange Zeit zusichert - die dann Stromkunden und Steuerzahler
zahlen müssen.
> > ??? - Sämtliche momentanen Solar- und Windenergieanlagen werden
> > massiv aus Steuergeldern und über Energiepreise (z.B.
> > Einspeisungsgesetz) SUBVENTIONIERT.
> > Ausser dir stellt eigentlich niemand diesen Sachverhalt in Frage.
>
> Ich habs öfters erwähnt: Der einzige, der ständig das Wort Subvention
> im Munde führt, bist Du.
Weil es stimmt?
> Ich stelle die gegenwärtige Situation überhaupt nicht in Frage. Wie
> kommst Du darauf? Ich halte diesen Weg (der recht einseitigen
> Subvention von Windkraft)auch für mindestens zweifelhaft. Das hätte
> man einfacher haben können! Ein Energieeinspeisegesetz ist aber
> nötig, allein um der frechen Monopol- und Selbstbedienungsmentalität
> der Stromkonzerne wenigstens ein bisschen Kontra zu geben.
Was soll daran “Kontra” sein, das der “Monopol- und
Selbstbedienungsmentalität
der Stromkonzerne” eine “Monopol- und Selbstbedienungsmentalität
der EE-Energieinvestoren entgegegesetzt wird??? Denn jeder, der in EE
investiert, kriegt staatlich gesichert ExtraGeld von
Stromkunde/Steuerzahler.
> Das Energieeinspeisegesetz ist wichtig, als
> erster Schritt. Könnte man aus der Verteuerung der NEE(Nicht
> Erneurbare Energie)finanzieren.
Das Einspeisegesetz kostet den Staat kein Geld. Sondern hauptsächlich
die Stromkunden (und etwas direkt die Steuerzahler).
> > Ich halte es generell NICHT für ein gutes Konzept, Energiepreise
> > künstlich hochzusetzen.
>
> Aber Energiepreise künstlich niedrig zu halten schon? ( siehe oben->
> USA)
Der eine Blödsinn wird durch den anderen nicht besser! Und kann schon
gar nicht eine Rechtfertigung sein!
> > Wenn man bestimmte Energieformen mit Milliardensummen subventioniert,
> > ist das kein “Markt” Entscheidung mehr.
>
> Subvention, Subvention.
was reitest du auf diesem -zutreffenden- Begriff von mir herum?
>
> (Schnipp)
>
> > Und? Die Marktpreise würden auch bei ständig höherer Besteuerung
> > schwanken, daß ändert nichts. Marktpreise schwanken, weil auch
> > Angebot und Nachfrage schwanken
> > Willst du etwa “sichere” staatlich garantierte Preise? Back to
> > Staatswirtschaft a la DDR?
>
> Der Staat garantiert einen Anstieg des Preises für NEE über eine
> Zeitraum x. Der Staat soll damit keinen grossen Gewinn machen,
> sondern Preisspitzen ausgleichen.
“Der Staat soll …” Dieser Ansatz ist genau das Problem, das ich
meine. Wenn der Staat anfängt, mit Steuererhöhungen irgendetwas zu
regulieren, dann ist diese Erhöhung bisher noch nie zurückgenommen
worden. Erhöhte Steuern haben die hartnäckige Eigenschaft, erhöht zu
bleiben.
> Damit jeder sehen kann, wohin die
> Reise geht und sich bei seinem wirtschaftlichen Handeln drauf
> einstellen kann.
Ja - man stellt sich darauf ein, das die Energiekosten oben bleiben,
und verlagert die Produktion in eine Land, wo man das etwas anders
sieht …
> Was hat das mit der DDR zu tun? Diese Steuer gibts
> doch heute auch schon. Ist bei Lichte betrachtet eine ganz normale
> Steuer!
Ganz “normale” Steuern zieht der Staat ein, um seine Ausgaben
bezahlen zu können. Du aber willst die Steuerabgaben als reines
staatliches Regulierungs- und Steuerungsmittel (deshalb DDR)
mißbrauchen - das ist bisher meistens schiefgegangen, hatte
mindestens unerwünschte Nebeneffekte.
> Sie soll nur den unvermeidlichen Anstieg der NEE
> vorwegnehmen, um einen Schritt voraus zu sein, um die Initiative
> anzufeuern! Mit Augenmass!
Der Staat soll “mit Augenmaß” die Abgaben zum Regeln und Steuern
erhöhen … da halte ich aus o.g. Gründen gar nichts von!
Gruss,
TecDoc
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