Ausbau - Viel Wind um Energie
Juni 23, 2008
> > Ja, andere Energietraeger. [ Poebelei snip ]
Hui, da machen Sie es sich wieder mal einfach, schneiden den Kern der
Aussage weg, um dann anschliessend einen zusammenhangslosen Satz mit
…
> Ja. Im Energiemix wird die Windenergie ohne wesentlichen
> Ausbau der Netze etwa 20% beisteuern koennen, und die
> Grenze duerfte zwischen 25 und 30% liegen. Ein wesentlicher
> Beitrag.
… einem Themenwechsel zu verbinden. Und Sie nennen mich einen
Troll. :-))
> > Wobei “ueberregional” dann nur “europaweit” bzw.
> > “kontinentuebergreifend” bedeuten kann.
>
> Dazu haben sich die EU-Staaten und die uebrigen Teilnehmer des
> gesamteuropaeischen Energieverbundes in der Tat verpflichtet,
Ja, fuer heutige Kraftwerksstrukturen.
> in den Abkommen ueber die Harmonisierung der Strommaerkte. Das
> zieht, auch ohne Windenergie, gewisse Ausbaupflichten bei den
> Netzen mit sich.
Nur das sich die “gewissen Ausbaupflichten” beim europaweiten
Ausgleich der Windkraft um ein Vielfaches steigern wuerden.
> > Die Windstromproduktion ist ueberhaupt nicht “modellierbar”.
>
> Klar ist sie das.
Ach? Engangiert man einen Wettermacher? Oder wie kriegt man den Wind
so hin, dass er das tut was man gerne haette?
> Da spricht der Ignorant. “Bremsungen sind nicht modellierbar,
> denn Bremsungen sind von der Geschwindigkeit abhaengig”,
> waere ein vergleichbarer Bullshit Bingo.
Im Gegensatz zu WKAs funktionieren Bremsen gluecklicherweise dann,
wenn man sie braucht, und nicht wenn der Wind gerade gerade Lust dazu
hat.
> > Und da spielt es kaum eine Rolle, ob man weiss wie das Wetter
> ..
>
> Und wie das eine Rolle spielt. Man weiss dann naemlich genau,
> wann man welche Reservekapazitaeten einsetzen kann und muss.
Und? Das waere auch kaum ein Problem, wenn man es nicht so genau
wuesste.
> lieren. Es haengt naemlich sehr stark von der WEA-Technologie
> ab, ob man bei 12 Beaufort eine moderne WEA weiterbetreiben
> kann oder, wie noch vor wenigen Jahren, oberhalb 10 Bft.
Sie lenken doch nicht schon wieder vom Thema ab?
> der Grundlage historischer Wetterdaten anhand von Modellen
> von WEA-Infrastrukturen modellieren, wie die Windstrom-
> produktion auf der Basis zeitgenoessischer WEA-Technik bei
> diesen Wetterlagen aussehen wuerde. Damit hat man fuer den
> Ausbau der WEA-Infrastruktur Planungsgrundlagen.
Das ist alles gut und schoen. Hilft aber nichts, wenn kaum Wind weht.
Da nutzt naemlich die allerbeste Infrastruktur, die sturmfestesten
WKAs, die genaueste Wettervorhersage, … genau gar nichts. Es weht
trotzdem immer noch kaum Wind und die Stromproduktion in Mitteleuropa
duempelt irgendwo bei ein paar wenigen Prozent herum.
> > Ja, genau. Das weiss man. Und da setzt eben mein Kritikpunkt an. Man
> > weiss naemlich, dass es ohne weiteres passieren kann, dass >90% der
> > Windkraftproduktion in Mitteleuropa innerhalb weniger Stunden
> > wegbrechen kann und selbiges nicht mal was ungewoehnliches waere.
>
> Das weisst Du eben nicht, das behauptest Du bloss.
Sie bezweifeln die Existenz von grossflaechigen Flauten? Schon mal
Wetterberichte gesehen?
> das “weisst”, die historische Wetterlage, in der eine europa-
> weite WEA-Infrastruktur einen Produktionseinbruch von 90%
> erlitten haette.
Wer redet von “europaweit”? Ich jedenfalls nicht.
> [ gesamteuropaeische Flaute - ein Hirngespinst ]
>
> > Was haben Sie an “Mitteleuropa” nicht verstanden?
>
> Ich habe sehr wohl verstanden, dass Du Strohmaenner aufbaust.
Und ich verstehe, dass Sie wohl ziemlichen Bammel haben auf dieses
Argument einzugehen.
> Ich argumentiere dagegen, dass man eine europaeische Windstrom-
> Infrastruktur
Und ich argumentiere dagegen, dass sowas teuer und ineffizient ist.
> produktion die weitraeumigen Unterschiede sehr wohl. Es
> ist sinnfrei, ein “Mitteleuropa” ohne Suedeuropa, Skan-
> dinavien, die britischen Inseln und Irland und die gesamten
> umgebenden Gewaesser zu konstruieren,
Ja. Genau, das meinte ich.
> um das alberne Szenario
> eines 90%-Einbruchs der Windstromproduktion behaupten zu
> koennen.
Damit stimmen Sie mir also (wenn auch indirekt) zu, dass ein 90
%-Einbruch in Mitteleuropa (zumindest) moeglich ist und es nur durch
einen massiven Ausbau von HGUe-Leitungen quer durch Europa
auszugleichen ist (wenn man nicht auf Energiespeicher setzen
moechte).
Dann sind wir ja einer Meinung.
> > Wer redet denn von “wochenlangen Hochdrucklagen”? Ich jedenfalls
> > nicht. Ich rede von Windstille und zwar egal wie lange.
>
> Das ist genau nicht egal. Eine kurzfristige Windstille von der
> Ile de France bis Polen
Also eine ganz schoen grosse Flaeche, auf der die
Windenergieproduktion fast voellig zusammenbricht.
> impliziert lebhaftere Winde noerdlich,
> westlich und vermutlich auch suedlich und oestlich davon.
Die mit sehr langen und teuren HGUe-Leitungen importiert werden
muesste und mit entsprechenden Verlusten behaftet waere. Ja.
> Deshalb ist das ja auch nur kurzfristig.
Deswegen werden die HGUe-Leitungen auch nicht billiger.
> > Selbst das wuerde nichts daran aendern, dass es in Mitteleuropa eine
> > Flaute gaebe.
>
> Na und? Dann kaeme der Windstrom eben verstaerkt aus Skandinavien,
> von den britischen Inseln und Irland und den benachbarten Seegebieten
> sowie aus Suedeuropa und dem Mittelmeer. Was genau soll daran
> problematisch sein?
Die Kosten.
> > Ja. Aber 20 Prozent Mittelwert bedeutet immer noch eine Schwankung
> > zwischen (Hausnummer) 10 - 100 % an der gesamten Stromproduktion, die
> > fuer Mitteleuropa ein ganz schoener Happen waeren.
>
> Nein. Genau hier wird eben Modellierung wichtig, wenn man
> eine Infrastruktur plant. Der Normalfall in Mitteleuropa
> ist der schnelle Wechsel von Hoch- und Tiefdrucklagen in
> einer allgemeinen Weststroemung.
Und? Selbst wenn, waere das keine Garantie fuer das Ausbleiben von
Flauten.
> Und 20 Prozent Anteil heisst bei einem 1:1-Mix von Onshore
> und Offshore etwa 25% Vollaststunden,
Nun ja. Die derzeitige mittlere Auslastung von WKAs liegt im Bereich
von 15-20%, davon sind nur ein Teil _tatsaechliche_ Volllaststunden.
Wie Sie (selbst mit Offshore-Anlagen) auf 25% kommen, ist mir
schleierhaft. Insofern …
> bezogen auf die
> installierte Kapazitaet. Das heisst, die installierte
> Kapazitaet koennte, wenn alle WEA auf Hoechstleistung
> laufen, 80% der Gesamtstromproduktion liefern (deshalb
> werden bei steigender Kapazitaet auch Speicher wichtiger).
… sind 100 % (bei 20 % mittlerer Windenergieanteil) doch um einiges
realistischer.
> Es ist daher kein Problem, wenn ein Abfall der Produktion
> im Zentralbereich um 90% mit einer Zunahme um 100% an den
> Raendern einhergeht.
Wenn …, wenn nicht, dann nicht.
> windigen Gebieten der Nordsee, der Biskaya, der
> irischen und schottischen See und der Nordsee ebenso
> wie in Skandinavien Flaute herrscht. Erzaehle mir mal,
> wann das je passiert ist (die Daten gibt es :)).
Ich habe nie bezweifelt, dass sich europaweit die
Windenergieproduktion zumindest teilweise ausgleicht. Ein sehr
dichtes und leistungsfaehiges, europaweites HGue-Netz ist jedoch
teuer und mit Verlusten behaftet.
> > .. Das Stromnetz muesste stark
> > ausgebaut werden, ..
>
> Hier landest Du wieder im Ungefaehren, Du weisst, dass das
> machbar ist. Es gibt darueber uebrigens schon Berechnungen.
Ich habe die Machbarkeit nie bestritten. Ich bin nur nicht der
Meinung, dass “machbar” gleich “sinnvoll” ist.
> > > Bei solchen Groessenordnungen an Windstromleistung sind auch
> > > Speichertechnologien notwendig, die bisher wenig realisiert,
>
> > Aus gutem Grund uebrigens.
>
> Aha. Was ist der “gute Grund”? Dass die Netzbetreiber kein
> wirtschaftliches Interesse daran haben?
Nein, weil das Speicherkraftwerk kostet und ein Teil der Energie
verloren geht. Speichertechnologien machen nur dann Sinn, wenn der
Strom billig eingekauft und teuer wieder verkauft werden kann.
Schliesslich muss das Speicherkraftwerk bezahlt werden und selbiges
wegen Speicherverlusten nicht mit ein paar wenigen Cent Aufschlag
getan ist.
> > Das es theoretisch moeglich ist, weiss ich.
>
> Na immerhin.
Tja, Sie argumentieren schon die ganze Zeit in eine Richtung, die ich
nie angezweifelt habe.
> Quatsch. Ich habe Berechnungen gesehen, wieviel Speicherkapazitaet
> erforderlich ist, um die effektive Verfuegbarkeit zu verdoppeln.
> Das sind Bruchteile der Produktion.
??? Entweder Sie haben sich gerade wieder mal verplappert, oder Sie
vergleichen Aepfel mit Birnen. Die aktuelle Produktion von WKAs hat
nichts mit einer “Kapazitaet” zu tun. Das eine ist eine Leistung, das
andere ist Energie. Aber vielleicht meinen Sie ja die installierte
Leistung der Speicherkraftwerke. Die ist aber keineswegs nur “ein
Bruchteil der Produktion”. Ausser man gleicht ganz bewusst nur einen
kleinen Teil der Windkraftschwankungen mit Speicherkraftwerken aus.
> Selbst wenn der Speicherverlust
> viel groesser waere als er ist, wuerde das lohnen.
Lohnen wird sich sowas nur, wenn der Einkaufspreis deutlich unter dem
Verkaufspreis liegt (egal wieviel Speicherleistung man installiert).
> Das stimmt nur deshalb, weil es derzeit, bei 5% WEA-Anteil, keine
> einzige von den Netzbetreibern nachgewiesene KW “Schattenkraft-
> werkskapazitaet” gibt.
Bei 5 % WEA-Anteil gibt es an die 5 %, die bei Flauten ausgeglichen
werden muessen. Wie Sie ja selbst schon festgestellt haben, muss ja
eine deutschlandweite Flaute irgendwie ausgeglichen werden (sei es
durch eigene Kraftwerke, oder durch Stromimporte). Selbige koennen
aber derzeit durch bereits existierende Mittellastkraftwerke noch
ganz gut aufgebracht werden.
> Du wechselst die Ebenen. “Kosten und Verluste” musst Du anhand
> betriebswirtschaftlicher Kalkulationen zeigen.
Verluste im technischen Sinne (Wirkungsgrad).
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