Oekobilanzen - Viel Wind um Energie
Juni 24, 2008
> Naja,
> ich bin ja auch für Ökologie, aber ich weiß nicht, ob ich in meiner
> Nachbarschaft so ein 150-Meter-Monster mit sausenden Windgeräuschen
> an den Flügeln haben wollte.
Deshalb gibt es ja Mindestabstaende zu Wohngebieten. Ich bin
aber schon um solche Anlagen herum und unter ihnen durch
gegangen, so laut sind sie gar nicht.
> Wie sieht eigentlich die Öko-Bilanz so eines Windrades aus?
> Erstens sind die Anlagen ja ggüb. einen konv. Kraftwerk doch ziemlich
> klein, das heißt, man braucht 50 - 100 Windräder um ein Praftwerk zu
> ersetzen.
Kommmt auf das Kraftwerk an. Die Kraftwerke mit 1000 MW oder
mehr fressen mehr Flaeche als 200-500 WEA, schon in der
Grundflaeche. Dazu kommen Hochspannungstrassen, von denen
ein Strommast soviel Flaeche frisst wie eine WEA oder mehr.
Es wird gern vergessen, dass wir unter 20.000 Onshore-WEA
haben, aber rund 500.000 Hochspannungsmasten.
> Und zweitens bestehen sie doch aus ziemlich schwer zu entsorgenden
> Verbund-Materialien:
> Viel Glasfaser-Kunststoff oder Karbonfaser-Kunststoff (natürlich aus
> Erdöl….).
Aus Kohlenwasserstoffen, keinesfalls notwendig aus Erdoel.
Und was ist daran schwer zu entsorgen, mal verglichen nur
mit den Feuerungen und Rauchkaminen eines fossilen Kraftwerks?
> Kommt über die Lebensdauer des Rades überhaupt eine vorzeigbare
> Öko-Bilanz heraus?
Ja. Sie amortisieren sich energetisch nach ca. 2-6 Monaten. Die
Lebensdauer ist 12-20 Jahre.
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