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Energie und Wachstum - Vor dem nuklearen Boom?

Juni 30, 2008

energieie, Wirtschaft, Forschung und Wohlstand blühen dann, wenn
ausreichend Energie günstig zur Verfügung steht. Ohne Energie ist
alles nichts. Gerade auch künftige, vielleicht noch gar nicht
absehbare Wendungen in der Technologie werden garantiert Energie
benötigen. Eher mehr als weniger. Da wird auch ein Pentium M nichts
dran ändern.
Skrupel sind natürlich immer angebracht.
Aber es ist nicht angebracht nur noch Bedenken auf dem Silbertablett
vor sich herzutragen. Irgendwann ist nämlich auch das Silbertablett
weg, dann gibt es auch nicht mal wer was zu tragen.
Warum muß dass eine das andere ausschließen?
Das ist eine typisch deutsche Denk-Sackgasse.
Da schleicht immer noch der deutsche Michel mit der Schlafmütze in
der Gegend rum und weiß nicht so recht wohin.
Wir brauchen natürlich und selbstverständlich beides:
- eine Führungsrolle, wenn nicht die Führungsrolle bei
ernergiesparenden Systemen, Maßnahmen und Technologien
- Führungsrolle bei alternativen Energien
- Aufbau und Ausbau von Know-how und Gebrauch von Nuklear-Energie
Bei der Energie ist es wie beim Geld:
Man muß erstmal was investieren, evtl. sogar viel, um nachher ein
positives Ergebnis zu erzielen.
Wie soll man z.B. jemals einen Fusions-Reaktor bauen, wenn man zuvor
keine Kern-Spaltung betreibt um an die notwendige Energie zu kommen
um diese (oder eine andere) Technologie entwickeln zu können??
Brute Force gegen den Rest der Welt?
Deutschland gegen die Welt?
Was tun wir denn gegen den Rest der Welt??
Es steht vielmehr zu befürchten, das der besagte Rest der Welt
einfach an uns vorbeizieht und uns irgendwann keiner mehr so genau
mehr wahrnimmt. Außer als Transitland und Absatzmarkt.
Mehr ist manchmal mehr.
Mit nix geht nix.
Wir brauchen einen Energie-Mix, und da gehört Nuklear-Energie mit
dazu.
Solange bis wir eine bessere Lösung gefunden haben.
Sicher besser wäre es ohne, aber dummerweise werden wir all diese
wunderbaren Szenarien nur entwickeln können wenn uns ausreichend
Nuklear-Energie zur Verfügung steht. Die steht nämlich verläßlich,
kalkulierbar und skalierbar zur Verfügung.
Also weg von dem Entweder-Oder Denken.
Wir brauchen vernetztes und integriertes Denken.
Öl ist als Brennstoff zu schade.
In 90% aller Medikamente ist Öl enthalten sagt mein Apotheker.
Wir werden diesen Rohstoff noch etwas länger brauchen als 100 oder
200 Jahre.
Die heutige Nuklear-Energie ist nur eine Übergangsphase.
Aber wie Übergangsphasen das halt so an sich haben müssen sie
existieren damit es weitergehen kann und es etwas anderes geben kann.
Als Literatur empfehle ich u.a. Edward de Bono: “Six Thinking Hats”.
Gibt es auch auf deutsch, glaube ich.
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0140296662/qid=1131749064/sr=8-
3/ref=pd_ka_3/028-0867293-3290100
Wir Deutschen finden immer 1000 Gründe etwas nicht zu tun.
Wir denken komplett kritisch und negativ (deswegen sind die deutschen
Autos so sicher). Es fällt uns schwer positives zu erkennen,
umzusetzen und zu leben. Deswegen kommen wir nicht vom Fleck.
Stillstand ist Rückschritt.
Ich war heute in München am Marienplatz zur Eröffung des Faschings.
Wenn das, was da heute an Stimmung geboten war stellvertretend für
die Situation in Bayern oder Deutschland ist, dann steht es miserabel
um uns.
Es wird Zeit etwas zu tun.
Grüße, Fred

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