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Energie - Kommen Europa und Nordamerika in die Wec…

Juli 9, 2008

energieu mal nach China - da
> schaltet VW seine Klimaanlagen im Werk ab, weil sonst die Generatoren
> nicht mehr hinterherkommen, die sie brauchen,weil die
> Küstenmetropolen mit ihren Klimaanlagen das Stromnetz zum
> zusammenbrechen bringen.
Das das chin. Stromnetz unterdimensioniert ist, mag ich gerne
glauben. Das dürfte aber eher mit dem rasanten Wachstum da zu tun
haben, als mit den Klimageräten…
> Schon mal bemerkt, daß irgendwo an der Klimaanlage auch GANZ heiße
> Luft rauskommt? Wird gleich noch erträglicher in der Stadt. Aber was
> soll der Mensch überhaupt noch draussen. Wir leben dann ja in unserer
> abgeschlossenen künstlichen Welt.
Nö, da braucht es nur intelligente Lösungen. Man könnte ja z.B.
sommers mit der Abwärme der Klimaanlagen einen Stausee erwärmen, und
im Winter über eine Wärmepumpe dieselbe Wärme zum Heizen nutzen. Nur
als Beispiel, Wege gibt es viele.
> Technologie ist ne schöne Sache, aber man sollte vielleicht nicht
> allzu blind darauf vertrauen, daß sie all unsere Probleme löst.
Die “schlechte” Nachricht: Wir haben keine Alternative zur
Problemlösung mit Technologie, jedenfalls keine ethisch vertretbare.
Die gute Nachricht: Das hat bislang auch immer gut funktioniert.
> Wann
> immer ich diese Supertechniklösungen höre sind sie mit einem
> Energieaufwand verbunden, der jenseits von gut und böse ist.
Ich halte dies nicht für zwingend - Fortschritt kann auch darin
bestehen, den gleichen Effekt mit deutlich niedrigerem Energieaufwand
zu erreichen. Wenn man sich anguckt, wieviel Rechenleistung man
heutzutage für die Kilowattstunde bekommt, gibt es dafür ja auch
Beispiele. Bei den Autos wird ebenfalls optimiert, was das Zeug hält
- so viel Leistung für so wenig Benzin gab es noch nie.
Das Problem sehe ich vor allem darin, dass durch künstlich (sprich:
politisch) gesetzte Anreize bisweilen technisch Unsinniges in den
Markt gedrückt wird, wie z.B. der grosstechnische Einsatz von
Solarzellen, obwohl deren Energiebilanz einstweilen noch negativ ist,
da grosse Energiemengen zur Herstellung benötigt werden. Oder
Windkraft, die zwar im Prinzip netto Strom liefert, aber kaum Nutzen
bringt, weil sie aufgrund ihrer unsteten Verfügbarkeit die
Bereitstellung von kurzfristiger Regelkapazität (i.d.R. sind das Gas-
und Ölkraftwerke) erzwingt. Auch die zig Milliarden, mit denen
Hochgeschwindigkeitsbahnstrecken gebaut werden, die eigentlich keiner
braucht, wären anderswo sicher sinnvoller angelegt gewesen.
Andererseits wird Forschung auf anderen Gebieten ideologisch
blockiert, wie eben z.B. bei der Kernenergie.
Mein Fazit: Es besteht kein Grund zur Panik, alle Probleme sind
lösbar und sie werden rechtzeitig gelöst werden (Erfahrungssatz aus
der Vergangenheit, bislang nicht widerlegt). Generell zu mißtrauen
ist dagegen all denjenigen, die mit massiven Subventionen oder
Umverteilung ihr Allheilmittelkonzept verkaufen wollen (auch und
insbesondere dann, wenn sie ihr Konzept als einzige Lösung vor dem
ansonsten bevorstehenden Weltuntergang anpreisen) - stattdessen
lieber marktgerechte Lösungen, die ohne Subvention und Zwang
funktionieren, bevorzugen. Ohne Staat geht’s besser…

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1 Kommentar

  1. juhu - Viel Wind um Energie | Energie Live August 1, 2008 @ 22:02

    […] energieommt doch ganz gut hin. Naja, mein Zahlengedächtnis ist da nicht so gut, habe nur im Kopf, daß sich Windkraft energetisch gut lohnt. Unten postete einer, daß sich die Dinger nach unter einem Jahr amortisieren, bei 12..15 Jahren Lebensdauer. Dann käme (energetisch) das 20..30 fache wieder raus. Falls Du den Zusammenhang nicht kennst: Energiebilanzen sind keine Verfügbarkeitsgarantien. Das bedeutet erstmal, daß mehr Energie wieder rauskommt als reingesteckt wurde. Und danach wurde im Erst-Posting gefragt. Eine Energiebilanz hat auch erstmal nix mit dem Strompreis zu tun, nur so zur Info. > Platsch, Klong, Krack … Aua … … … sorry bei dieser Rechnung > bin ich gerade unter den Tisch gefallen. Schnall’ Dich an, so ein Miefquirl macht ordentlich Wind! > Platsch, Klong, Krack … Autsch … … … schon wieder lass das > rechnen lieber sein damit könntest du dir nie dein täglich Brot > ehrlich verdienen. Sag’s nicht meinem Chef.. > Damit kannst du z.B. bei Flaute und Sturm nicht mehr hier posten. > Jaja du kannst dann planen wann du postest aber ohne Strom kannst du > auch schlecht planen, denn die Infos kommen ja auch nicht per > Brieftaube. Ach, meinst Du, ganz Deutschland wird mit einem Windrad versorgt? Mal zum Mitschreiben: Windkraft wird nicht über 15..20% von Deutschlands Strom erzeugen (selbst nach Meinung von Rosa-Brille-Trägern). Und diese Windräder stehen in zwei (oder sogar mehr) voneinander entfernten Stellen, so daß nicht überall zugleich Flaute ist. Zum Ausgleich existieren zudem noch andere Kraftwerke. Du erinnerst Dich an das europäusche Verbundnetz? Es geht um einen Strom-MIX! Jeder leistet seinen Teil, dann hält die Kohle auch noch einige Jahre länger. Und zum Strompreis: Windkraft ist schon jetzt (teilweise) günstiger zu haben als normaler Strom. Und meine Prognose in die schon nahe Zukunft: konventioneller Strom aus Kohle/Gas/Öl wird ganz schnell teurer, Windkraft wird noch günstiger. Die billige Kohle kauft China auf, mit Gas hatten wir ja gerade schon einen Vorgeschmack auf politische Instabilitäten, Öl hat sich eh fast erledigt. Vorgeschmack auf meine Prognose: http://www.taz.de/pt/2005/02/26/a0170.1/textdruck Trotzdem Grüße […]

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