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Die Planck-Energie ist zu groß. - Beunruhigend scharf

August 13, 2008

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> > Und ob das eine oder andere
> > Modell Anklang findet, entscheidet sich nicht alleine aufgrund
> > objektiver Kriterien, sondern hängt sicherlich auch von dem Ansehen
> > dessen ab, der sie vertritt.
>
> Nur anfangs. Sobald jemand nachweist, dass sich in einer Theorie
> Fehler befinden, wird sie fallen gelassen (war schon bisher immer
> so).
> D.h. das Ansehen eines Wissenschaftlers kann zwar eine Theorie
> bekannter machen, sowas haelt aber nie lange an, da es zig andere
> Wissenschaftler gibt, die sich auch profilieren wollen (und wie ginge
> das beser, wie wenn man eine moeglichst populaere Theorie kippt?).
Das ist wohl wahr, nur dauert es immer länger, bis man die
aufgestellten Modelle experimentell überprüfen kann. Auf die
eindeutige experimentelle Bestätigung des Higgs-Teilchen, das ja von
der Standard-Theorie vorausgesagt wird, wartet man immer noch. Dieses
Teilchen wird (sofern es gefunden wird) eine Energie von
größenordnungsmäßig 100 GeV haben. Das ist wirklich weit entfernt von
der Planck-Energie (etwa 10^19 GeV), die man mit Beschleunigern aller
Voraussicht nach nie erreichen wird. Damit rückt eine experimentelle
Bestätigung kommender Theorien in weite Ferne.
Was macht man nun, wenn eine Reihe von Theorien entwickelt werden,
die mit den gegenwärtigen experimentellen Ergebnissen vereinbar sind,
aber jenseits der experimentell zugänglichen Größenordnungen
unterschiedliches vorhersagen? Das wird schwierig für die Physik, sie
wird sich mehr und mehr der Mathematik annähern. Dort kann man ja
ebenfalls beliebige Gedankenkonstrukte entwerfen, an die nur die
Forderung der inneren Widerspruchsfreiheit gestellt werden muß.
Wonach wird man bemessen, welcher dieser Wissenschaftler seine
Forschungsmittel bewilligt bekommt? Eleganz seines Modells, oder
vielleicht doch Beliebtheit der Person? Ein weiteres denkbares
Kriterium ist die (insbesondere mathematische) Vorbildung der
Physiker. Daß die String-Theorie gegenwärtig so “in” ist, liegt doch
wohl hauptsächlich daran, daß Physiker es gewohnt sind, überall nach
Schwingungen zu suchen, und da Punkte schlecht schwingen können,
müssen die Grundbausteine eben eindimensional sein.

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