S-Bahn surfen - Viel Wind um Energie
September 7, 2008
energießer Nachteil der Segelschiffe war und ist, daß sie nur dann
fahren, wenn der Wind weht (mal ganz abgesehen davon, daß er auch
noch in die richtige Richtung wehen muß). Wenn Flaute ist, steht das
Segelschiff.
Das war unbefriedigend, daher hat man von Galeerensklaven bis zu
Atomkraftwerken alternative Antriebe entwickelt.
So. Jetzt die Frage: Meine S-Bahn soll aber auch bei Windstille
fahren, mein Kaffee auch bei Windstille warm werden. Das Windrädchen
dreht sich aber nicht bei Windstille. Wie löst man das Problem?
Es wäre natürlich sehr reizvoll, wenn sich der Fahrplan der S-Bahn
künftig danach richten würde, ob anderswo genug Wind für die
Generatoren weht. Und die S-Bahn wird zum virtuellen Segelschiff, der
S-Bahn-Chaffeur zum Kapitän. Vielleicht könnte man, analog zu der
Geschichte mit den Galeerensklaven, auch Tretkurbeln für die
Passagiere einbauen, damit man auch bei Windstille zumindest die
nächste Station noch erreicht…
Und die morgendlichen Pendler könnten Seemannslieder singen, so wie
früher auf dem Kutter:
“Blow, ye winds in the morning,
And blow, ye winds, high-o!
Clear away your running gear,
And blow, ye winds, high-o!”
http://www.musicanet.org/robokopp/shanty/tisadver.htm
***
Bei Solar habe ich übrigens den Verdacht, daß es ähnlich ist: Meine
Beobachtungen zeigen nämlich deutlich, daß nachts weniger S-Bahnen
fahren als am Tag. Lange Zeit konnte ich mir das nicht erklären. Aber
dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Nachts ist es ja dunkel,
da können die Solarzellen nicht so viel Strom erzeugen und da reicht
es dann nur für wenige S-Bahnen. Und wieder ein Welträtsel gelöst.
mfG, yossarian
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