Das ginge schon - Viel Wind um Energie
September 17, 2008
energie könnte sich
> > lohnen das Blockheizkraftwerk über Mittag anzuwerfen, obwohl man
>
> Um waszu machen ? Warmes Wasser das man nicht braucht, oder einfach
> Strom damit sich das BHKW rechnet ? Das führt dann wieder nur zur
> Energieverschwendung. Ein Wärmegeführtes BHKW soll ja gerade Strom
> nur nebenbei produzieren, nur wenn die Wärme auch gebraucht wird.
Viele BHKW Anlagen sind mit Solaranlagen kombiniert - da gibt es dann
auch große Pufferspeicher. Da könnte es grundsätzlich schon
interessant sein, wenn solche Anlagen netzseitig angefahren werden
können, wenn kurzzeitig die Last im Netz ansteigt (oftmals nur wenige
Minuten).
Ein anderer Ansatz - der auch schon ganz real umgesetzt wird - sind
die bei vielen Großabnehmern vorhandenen Notstromaggregate. Der
E-Versorger kann diese Anlagen dann anfahren und in sein Netz
einspeisen, wenn bei ihm beispielsweise plötzlich Kraftwerksleistung
wegfällt und Strom teuer kurzfristig zugekauft werden müsste.
Davon profitieren beide Seiten: Der Besitzer der Notstromanlage kann
seine Anlage sinnvoll nutzen und holt damit einen Teil seiner Kosten
rein und der E-Versorger kann einen Teil seiner
Reserve-Kraftwerksleistung einsparen.
> > eigentlich nicht heizen müsste. Als Zahlgerät braucht ein Haushalt
> > nur ein Stromzähler, und der ist so oder so verplombt.
>
> Bei Tag und Nachstromtarifen gibt es aber schon jetzt 2 Zähler,
> mechanische. Spätestens dann braucht man eine Digitalen Zähler mit
> Datenerfassung, wie ihn Industriekunden schon lange haben (ich glaube
> 15 Minuten Abnahmeintervalle). Allerdings kann sich das kein normaler
> Haushalt leisten. Die Dinger müssen Manipulationssicher sein, und der
> Phantasie beim Stromklau sind wenig Grenzen gesetzt - das macht es so
> aufwendig.
Bei vielen EVU werden schon heute für Kleingewerbekunden und
Privathaushalte ab 63A digitale Zähler verbaut. Die kosten längst
nicht mehr die Welt, sind mindestens genauso manipulationssicher wie
ihre mechanischen Brüder und lassen sich per Infrarot auslesen. Bei
Gewerbekunden sind sie oftmals auch schon mit GSM oder Modem
ausgestattet und werden regelmäßig vom EVU “abgelesen”.
Möglichkeiten gibt es viele und die Technik existiert.
Aber eigentlich ist unser Strom noch viel zu billig, als dass sich
echte Innovationen beim “Stromsparen” und beim Lastmanagement auf
breiter Front durchsetzen könnten.
Und solange Schaltnetzteile, um wenige Cent zu sparen, einen um
etliche Prozentpunkte schlechteren Wirkungsgrad haben, als technisch
möglich wäre, solange hunderttausende Stundenten in den Wohnheimen
ihren Rechner 24/7 SETI@home rechnen lassen weil Strom pauschal
berechnet wird und solange mein Nachbar weiterhin die gesamte Nacht
seinen Hof mit Glühlampen beleuchtet, sind solche Überlegungen wohl
müßig.
Abgelegt unter: Allgemein |