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Unzureichende Methoden … - Viel Wind um Energie

September 20, 2008

energieokratisierung als solche hat bei der Anwendung auf
> > naturwissenschaftliche Vorgänge wie Energieerzeugung keine Auswirkung
> > auf Effizienz oder Umweltfreundlichkeit. Denn die wird durch
> > Naturgesetze bestimmt, und nicht durch den Willen der Mehrheit.
>
> Ich denke du hast die Wechselwirkung zwischen gesellschaftlicher
> Organisiertheit und Technikentwicklung nicht begriffen.
Diese Wechselwirkung ist mir durchaus bewusst: Sie ist aber nicht
Gegenstand meiner Aussage.
KEINE Technikentwicklung kann gegen naturwissenschaftliche Grundlagen
betrieben werden, und KEINE Technikentwicklung wird vorsätzlich
ineffektive Erzeugungsmethoden bevorzugen. (Falls sie es -z.B. aus
kulturellen Gründen- doch tat, konnte die betreffende Kultur nicht
lange gegen konkurrierende Kulturen mit effizienteren Entwicklungen
bestehen.
> Eine
> Industriealisierung war auch nur ab einem bestimmten
> Entwicklungsstand der gesellschaftlichen Organistation möglich. Eine
> Wechselwirkung gibt es auch hinsichtlich der Metallurgie (Bedürfnisse
> der frühen Könige in der Bronzezeit), Nautik
> (Handelskapitalbedürfnisse im 16. Jhrt).
Alle diese Entwicklungen beruhten auf der praktischen Nutzung der
naturwissenschaftlichen Grundlagen; und sie wurden zweckentsprechend
nach den jeweils besten naturwissenschaftlichen Methoden technisch
optimiert.
> Warum sollte die Art der
> Energieproduktion eine Ausnahme machen und unabhängig von
> Gesellschaft sich entwickeln?
Weil man über die Effizienz von Energieerzeugung nicht abstimmen
kann; sie ergibt sich durch die naturwissenschaftlichen Grundlagen
der jeweiligen Methode.
> > Wieso/woher soll ein demokratischer Betrieb bessere Produkte
> > herstellen?
>
> Wie bei freier Software und einer demokratischen Gesellschaft zu
> sehen: Viele Köpfe wissen mehr als wenige.
… und viele Köche verderben den Brei. Man braucht sich nur unsere
demokratisch gewählten Politiker anzusehen, um zu sehen, daß
demokratische Entscheidungen weiss Gott nicht zum praktischen,
effizienten Optimum führen.
Auch waren die Ergebnisse bisheriger demokratischer Wirtschaftsformen
(z.B. Genossenschaften) nicht gerade ermutigend.
> Deine idealistischen Vorstellungen von der abgehobenen Entwicklung
> von Technik sind historisch nicht haltbar und als Geschichtskonzept
> überholt. Versuch mal materialistisches Denken zu verstehen. Du hast
> davon ein falsches Bild.
Ich sehe hier eher nur einen weiteren zwecklosen Versuch,
physikalische Grundlagen und Gegebenheiten -und nur diese bestimmen
über die mögliche Effizienz einer Energieerzeugung- mit
geisteswissenschaftlichen Methoden zu beschreiben und zu erklären -
hier eben mit Methoden der Geschichtsforschung.
Technik ist die praktische Anwendung der Naturwissenschaften. Und nur
diese praktische Technik-Entwicklung steht tatsächlich in deutlicher
Wechselwirkung mit gesellschaftlich-historischen Aspekten.
Ein naturwissenschaftlicher Erkenntnisstand (im modernen Sinne)
hingegen lässt sich nicht gesellschaftlich definieren - z.B. Galileos
“Widerruf”, die Sonne würde sich um die Erde drehen, war ein bloßes
Lippenbekenntnis; auf dieser Basis wäre keinerlei technische
Entwicklung (z.B. Nautik) möglich gewesen.
Gruss,
TecDoc

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