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September 23, 2008
> (schnipp…)
> > Nein. Es ist ein bloßes Umsteuern, insgesamt wird die
> > Energie teurer, und teurere Energie ist zunächst
> > volkswirtschaftlich immmer schädlich.
> Wer sagt denn, dass bei der kontinuierlichen Verteuerung der
> nicht regenerativen Energie der Energiepreis steigen muss?
Eben. Das Gute an den Erneuerbaren ist, dass sie zu einem
jetzt kalkulierbaren Preis Energie liefern. Beim Wind sind
das nur noch ca. 6,5 C/KWh Gestehungskosten, mit stark
fallender Tendenz. PV ist noch ziemlich teuer (50 C), wird
aber in den naechsten Jahrzehnten auf ca 10 C/KWh fallen
und damit billiger sein als Tagstrom vom Spotmarkt. Bei
Biomasseverstromung ist absehbar, dass sich der Preis bei
einem Aequivalent von 60-80$/Barrel Mineraloel einpendeln
wird, mit neuen Technologien eventuell darunter. Das ist
heute schon der Preis von Pflanzenoel.
Das bedeutet, dass die Erneuerbaren den befuerchteten
steilen Anstieg der Preise fossiler Energien ueber
100 $/Barrel Erdoel vermutlich ausbremsen werden.
Im Moment gibt es noch Markteinfuehrungskosten, die mit
dem EEG fuer jeden BRD-Haushalt mit 12-18 Euro im Jahr
soviel Kosten wie zwei Steckernetzteile oder ein TV-Set
im Standbybetrieb.
> Es kommen doch andere Energieträger/quellen dazu. Ich
> verschiebe also nur das Verhältnis von erneuerbarer zu
> nicht erneuerbarer Energie. Es könnte bei entsprechendem
> Ausbaugrad sogar dazu kommen, dass sich der Energiepreis
> verringert! (deswegen heisst es nämlich: ERNEUERBARE ENERGIE,
> capiche?)
Ja, das kann passieren. Bei PV gibt es ein paar recht zukunfts-
traechtige Technologien, und auch bei der Windenergie ist
noch nicht abzusehen, wo die Grenze der Effizienzsteigerung
ist. Ein sehr wichtiger Bereich ist natuerlich die Vernetzung
von Stromerzeugung und -verbrauch. Hier wird es mittelfristig
moeglich sein, variable Teile des eigenen Stromverbrauchs in
Zeiten hohen Stromangebots zu legen und damit Preisvorteile
zu erzielen. Das kann auch im Privatbereich interessant sein.
> > Die Frage ist umgekehrt: Warum ein Problem vorzeitig und
> > sehr teuer -vieleicht- lösen, bevor es sich stellt? -
> Du bist ernsthaft der Meinung, das Problem gibt es noch nicht?
> (ja ist den heut scho’ Weihnachten?)
*g* gut gegeben.
> > Nichts spricht dagegen sich vorzubereiten, also Forschung,
> > Pilotprojekte, etc.,
> Ach? Wie finanziert? ETWA DURCH SUBVENTIONEN?
Ach was, wir warten auf die Fusion, die wird alles richten :).
Spass beiseite, gegen Forschung in alle Richtungen, auch
nukleare und Fusionsforschung, habe ich nichts einzuwenden.
Dass die nuklearen Pfade immer noch reichlich einseitig
uebersubventioniert werden, finde ich weniger schoen.
> > so daß man die Lösung aus der Schublade ziehen kann, WENN
> > die nicht regenerativen Energien dann in 10, 20, 30 Jahren
> > wirklich teurer werden.
> Bis dahin haben dann Andere (Japan,Usa,Skandinavien)das
> Rennen für sich entschieden( mal wieder!) Diese Entwicklung
> zu verschnarchen, kann sich Deutschland NICHT leisten!
In der Tat. Innovative PV (z.B. sulfurcell), Windenergie-
anlagen und Steuerungen fuer erneuerbare Energien, wie sie
beim ISET entwickelt werden, Offshore-WEA, Biogas- und andere
Biomasseenergieproduktion sind wegen des Klimawandels und
des absehbaren Endes im Ueberfluss verfuegbarer fossiler
Energietraeger Zukunftstechnologieen und Zukunftsmaerkte.
> > DANN werden auch die steigenden Marktpreise automatisch
> > alternative Energieen rentabel machen - ganz ohne
> > Subventionen. Aber jetzt schon auf für Jahrzehnte
> > Milliardensubventionen für Anlagen zu auszugeben, die NIE
> > jemals wirtschaftlich Energie produzieren werden, halte
> > ich - wie viele andere für eine Fortsetzung des Kernkraft-
> > /Kohle - Subventionswahnsinns, nur mit anderem Motto.
> Der einzige der ständig von Subvention spricht bist DU!
> Ausserdem kommt es mir komisch vor, wenn jemand bei dem
> Thema “NIE JEMALS” in den Mund nimmt. Damit hat er sich
> eigentlich schon als reichlich voreingenommen geoutet.
Tja. Gerade Subventionsgegnern oder -skeptikern muesste das
EEG eigentlich gefallen. Es ist das erste Foerderungsgesetz
mit eingebautem Verfall der Foerderung und damit dem Zwang,
die Technologie wirtschaftlich zu machen. Tatsaechlich laeuft
der Fortschritt bei den WEA schneller, als selbst Optimisten
erwartet haetten.
> (schnipp..)
> > Bei 1,21 Euro also ca. 2,30DM. - Der Spritpreis wird durch
> > die Verknappung des Öls ganz AUTOMATISCH irgendwann 2,55
> > Euro (ca. 5DM) erreichen - aber als Markpreis, und nicht
> > als ideologischer Furz der Grünen.
> Ein Grünenhasser! Das mag zwar für dein Gemüt gut sein,
> bringt aber in der Sache garnix. Mir jedenfalls ist es egal,
> wer ein gutes Konzept hat.
Ja. Ein Gruenenhasser, jedenfalls solange es sich um Fischer
oder den Fettwanst aus Baden-Wuerttemberg (Name vergessen)
oder aehnliche Figuren handelt, bin ich auch :). Die Typen
haben alles verraten und verkauft, was die gruene Partei, ob
man sie mochte oder nicht, je ausgemacht hat.
Trittin dagegen achte ich. Er hat in der Regierung unpathetisch
Sacharbeit geleistet und sich um die Schmutzkuebel, die
Schroeder, Fischer, die CDU und die Bildzeitung ueber ihm
ausleerten wenig gestoert. Von der Basis hat er fuer seine
Kompromisse Pruegel bezogen, verstaendlich, aber nicht immer
gerecht.
> > Und genau DANN, und erst dann, kann man mit erforschten
> > und erprobten Konzepten -ganz ohne ideologisch verbratene
> > und verteilte Steuermilliarden- in der Breite auf
> > alternative Energien umschwenken.
> Wer soll denn die “erforschten und erprobten Konzepte” aus
> der Schublade ziehen? Etwa alles ohne Subventionen? ..
Sehe ich aehnlich. Es ist in der ganzen Weltgeschichte noch
keine Technologie ohne Foerderung etabliert worden. Die
Dampfmaschinen wurden erst rentabel, als die Briten Indien
ueberfielen und pluenderten und Einfuhrzoelle auf ihre
Billigtextilien verboten, wodurch Millionen indischer
Textilarbeiter verhungerten. Ebenso verfuhren sie in Irland,
Aegypten und anderswo. Naja, Bush betreibt aehnliche
“Industriepolitik”. Dagegen ist die Foerderung erneuerbarer
Energien eine friedliche und kooperative Angelegenheit,
die nicht nur die BRD, sondern auch den Rest der Welt
weiterbringt. Ganz ohne Massenmord und Folter.
a^2
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September 22, 2008
> Die postulierten Voraussetzungen (”mehr Bildung und höhere Löhne”)
> lassen sich nicht erfüllen und die Vorhersagen nicht überürüfen.
> Sowas taugt allenfalls als Religions-Ersatz, und außer bei den
> Steinzeit-Marxisten hat sich das eigentlich auch herumgesprochen.
>
> Real wird folgendes passieren: Die Chinesen haben mittlerweile
> gelernt, auf der Klaviatur des “globalisierten” Kapitalismus zu ihrem
> Vorteil zu spielen. Das bekommen die tollen West-Manager, die mit
> ihren Quartalsberichten kämpfen, nicht mit und laufen in die Falle,
> in der die USA heute schon stecken: Alles outgesourced, und das Geld
> verdienen die Chinesen.
>
> So eine Dummheit endet typischerweise mit einem Crash, und der
> kommende wird speziell für die USA gigantisch. Auf den Trümmern des
> Wallstreet Yuppie-Kapitalismus werden sich dann neue Strukturen
> bilden, und das werden speziell die Giganten nicht überleben, ohne
> gewaltig Federn zu lassen. GM ist jetzt schon pleite, und die
> Dinosaurier starben beim Crash auch aus.
Das hört sich doch alles noch spekulativer an, als das, was Marxisten
an Tendenzen abschätzen. Diese Untergangs-Utopien sind der religiösen
Denkweise näher als du wahrhaben willst.
Z.B. “Die Chinesen haben mittlerweile gelernt..”. Es gibt ja diese
metaphysische Setzung des “Chinesen an sich” nicht. Die Bevölkerung
in China besteht ja auch aus Schichten. Von denen sind einige sehr
arm, darüberhinaus sollte man sich fragen wer in Zukunft die
Produktionsmittel besitzt, oder: wird es eine Mittelschicht geben,
wenn ja mit welchem Konsumverhalten usw.
Materialistische Grüße,
T.P.
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September 21, 2008
energiedürfte im allgemeinen keine Probleme geben.
> Den FSB kannst du ohne bedenken runtersetzen, dadurch verringert sich
> auch der core-takt auf 950 Mhz.
> Im folgenden kannst du auch die Kernspannung absenken.
> Beim Stromsparen geht die Taktfrequenzverringerung linear, die
> Spannungsverringerung aber im Quadrat in die leistungsverringerung
> ein.
> In der folge kannst du dann auch deine Lüfterleistung verringern,
> aber hier vorsichtig sein damit du keine Hitzeschäden an der cpu
> verursachst.
>
> mfg jup
Schade, dass das nur linear mit dem Takt geht. An der Spannung kann
man wohl kaum was machen, die Server Tualatins brauchen ‘ne spezielle
Spannungs/Last Kurve und es handelt sich um ein Server Mainboard, das
hat solche Gimmicks bestimmt nicht.
Lüfterleistung ist kein Problem, so ein Tualatin verbraucht ja nicht
so viel (13W Idle, etwas über 30W max.)
Danke für deine Hilfe!
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September 21, 2008
energieo zusammen,
>
Hi
>
>
> Ich werde aus Stromspargründen alle Karten rausnehmen, die es dafür
> nicht braucht. Zwei HDs brauche ich nach wie vor, weil die
> Musiksammlung recht gross ist und der PC als erste HD nicht mehr als
> 120 GB schafft (und ich die HDs schon hab, erst neue kaufen müsste,
> das will ich nicht).
>
> Frage: Die CPU hat 133 MHz Bus Takt. Den kann ich doch auf 100 MHz
> runter setzen? Dann braucht der PC weniger Strom, oder? Und ich kann
> die Lüfter runter regeln! Ob das viel ausmacht und sich somit lohnt?
>
Das dürfte im allgemeinen keine Probleme geben.
Den FSB kannst du ohne bedenken runtersetzen, dadurch verringert sich
auch der core-takt auf 950 Mhz.
Im folgenden kannst du auch die Kernspannung absenken.
Beim Stromsparen geht die Taktfrequenzverringerung linear, die
Spannungsverringerung aber im Quadrat in die leistungsverringerung
ein.
In der folge kannst du dann auch deine Lüfterleistung verringern,
aber hier vorsichtig sein damit du keine Hitzeschäden an der cpu
verursachst.
mfg jup
> Danke für eure Hinweise!
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September 20, 2008
energieokratisierung als solche hat bei der Anwendung auf
> > naturwissenschaftliche Vorgänge wie Energieerzeugung keine Auswirkung
> > auf Effizienz oder Umweltfreundlichkeit. Denn die wird durch
> > Naturgesetze bestimmt, und nicht durch den Willen der Mehrheit.
>
> Ich denke du hast die Wechselwirkung zwischen gesellschaftlicher
> Organisiertheit und Technikentwicklung nicht begriffen.
Diese Wechselwirkung ist mir durchaus bewusst: Sie ist aber nicht
Gegenstand meiner Aussage.
KEINE Technikentwicklung kann gegen naturwissenschaftliche Grundlagen
betrieben werden, und KEINE Technikentwicklung wird vorsätzlich
ineffektive Erzeugungsmethoden bevorzugen. (Falls sie es -z.B. aus
kulturellen Gründen- doch tat, konnte die betreffende Kultur nicht
lange gegen konkurrierende Kulturen mit effizienteren Entwicklungen
bestehen.
> Eine
> Industriealisierung war auch nur ab einem bestimmten
> Entwicklungsstand der gesellschaftlichen Organistation möglich. Eine
> Wechselwirkung gibt es auch hinsichtlich der Metallurgie (Bedürfnisse
> der frühen Könige in der Bronzezeit), Nautik
> (Handelskapitalbedürfnisse im 16. Jhrt).
Alle diese Entwicklungen beruhten auf der praktischen Nutzung der
naturwissenschaftlichen Grundlagen; und sie wurden zweckentsprechend
nach den jeweils besten naturwissenschaftlichen Methoden technisch
optimiert.
> Warum sollte die Art der
> Energieproduktion eine Ausnahme machen und unabhängig von
> Gesellschaft sich entwickeln?
Weil man über die Effizienz von Energieerzeugung nicht abstimmen
kann; sie ergibt sich durch die naturwissenschaftlichen Grundlagen
der jeweiligen Methode.
> > Wieso/woher soll ein demokratischer Betrieb bessere Produkte
> > herstellen?
>
> Wie bei freier Software und einer demokratischen Gesellschaft zu
> sehen: Viele Köpfe wissen mehr als wenige.
… und viele Köche verderben den Brei. Man braucht sich nur unsere
demokratisch gewählten Politiker anzusehen, um zu sehen, daß
demokratische Entscheidungen weiss Gott nicht zum praktischen,
effizienten Optimum führen.
Auch waren die Ergebnisse bisheriger demokratischer Wirtschaftsformen
(z.B. Genossenschaften) nicht gerade ermutigend.
> Deine idealistischen Vorstellungen von der abgehobenen Entwicklung
> von Technik sind historisch nicht haltbar und als Geschichtskonzept
> überholt. Versuch mal materialistisches Denken zu verstehen. Du hast
> davon ein falsches Bild.
Ich sehe hier eher nur einen weiteren zwecklosen Versuch,
physikalische Grundlagen und Gegebenheiten -und nur diese bestimmen
über die mögliche Effizienz einer Energieerzeugung- mit
geisteswissenschaftlichen Methoden zu beschreiben und zu erklären -
hier eben mit Methoden der Geschichtsforschung.
Technik ist die praktische Anwendung der Naturwissenschaften. Und nur
diese praktische Technik-Entwicklung steht tatsächlich in deutlicher
Wechselwirkung mit gesellschaftlich-historischen Aspekten.
Ein naturwissenschaftlicher Erkenntnisstand (im modernen Sinne)
hingegen lässt sich nicht gesellschaftlich definieren - z.B. Galileos
“Widerruf”, die Sonne würde sich um die Erde drehen, war ein bloßes
Lippenbekenntnis; auf dieser Basis wäre keinerlei technische
Entwicklung (z.B. Nautik) möglich gewesen.
Gruss,
TecDoc
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September 19, 2008
energietlich würde es viel einfacher gehen: Auf das Stromsignal wird
> ein Datensignal aufmoduliert. Im Datensignal wird der Aktuelle Preis
> pro Kilowatt angegeben. Bei grossen Verbrauchern kann man dann
> einstellen, ab welchem Preis sie Strom ziehen dürfen. zB.
> Waschmaschine startet wenn der preis unter 3 cent pro KWh ist. Wenn
> da genügend Kosten einzusparen sind wird es schnell Geräte geben die
> diese Technik unterstützen.
Gibt es doch schon seit Jahrzehnten. Die Technische Lösung nennt sich
Rundsteuertechnik, die wirtschaftliche Komponente Nachtstrom. Stellt
einen Gewissen technischen Aufwand dar, da an die Einkopplung auf der
Usterspannungsseite erfolgen muss. Also wird an jedem Trafo
(oberspannungsseitig) aus und (Unterspannungsseitig) wieder
eingekoppelt.
Natürlich muss bei deinem Vorschlag der komplette Verbrauch
protokolliert werden, die Messgeräte amtlich verblomt werden und die
Daten an den Stromversorger/Netzbereiber zur Abrechnung
weitergeleitet werden.
Übrigens werden auf dieser Basis Erdwärmeanlagen betrieben. Mit
normalen Stromtarifen würden diese sich nicht rechnen.
mfg
darwin
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September 17, 2008
energie könnte sich
> > lohnen das Blockheizkraftwerk über Mittag anzuwerfen, obwohl man
>
> Um waszu machen ? Warmes Wasser das man nicht braucht, oder einfach
> Strom damit sich das BHKW rechnet ? Das führt dann wieder nur zur
> Energieverschwendung. Ein Wärmegeführtes BHKW soll ja gerade Strom
> nur nebenbei produzieren, nur wenn die Wärme auch gebraucht wird.
Viele BHKW Anlagen sind mit Solaranlagen kombiniert - da gibt es dann
auch große Pufferspeicher. Da könnte es grundsätzlich schon
interessant sein, wenn solche Anlagen netzseitig angefahren werden
können, wenn kurzzeitig die Last im Netz ansteigt (oftmals nur wenige
Minuten).
Ein anderer Ansatz - der auch schon ganz real umgesetzt wird - sind
die bei vielen Großabnehmern vorhandenen Notstromaggregate. Der
E-Versorger kann diese Anlagen dann anfahren und in sein Netz
einspeisen, wenn bei ihm beispielsweise plötzlich Kraftwerksleistung
wegfällt und Strom teuer kurzfristig zugekauft werden müsste.
Davon profitieren beide Seiten: Der Besitzer der Notstromanlage kann
seine Anlage sinnvoll nutzen und holt damit einen Teil seiner Kosten
rein und der E-Versorger kann einen Teil seiner
Reserve-Kraftwerksleistung einsparen.
> > eigentlich nicht heizen müsste. Als Zahlgerät braucht ein Haushalt
> > nur ein Stromzähler, und der ist so oder so verplombt.
>
> Bei Tag und Nachstromtarifen gibt es aber schon jetzt 2 Zähler,
> mechanische. Spätestens dann braucht man eine Digitalen Zähler mit
> Datenerfassung, wie ihn Industriekunden schon lange haben (ich glaube
> 15 Minuten Abnahmeintervalle). Allerdings kann sich das kein normaler
> Haushalt leisten. Die Dinger müssen Manipulationssicher sein, und der
> Phantasie beim Stromklau sind wenig Grenzen gesetzt - das macht es so
> aufwendig.
Bei vielen EVU werden schon heute für Kleingewerbekunden und
Privathaushalte ab 63A digitale Zähler verbaut. Die kosten längst
nicht mehr die Welt, sind mindestens genauso manipulationssicher wie
ihre mechanischen Brüder und lassen sich per Infrarot auslesen. Bei
Gewerbekunden sind sie oftmals auch schon mit GSM oder Modem
ausgestattet und werden regelmäßig vom EVU “abgelesen”.
Möglichkeiten gibt es viele und die Technik existiert.
Aber eigentlich ist unser Strom noch viel zu billig, als dass sich
echte Innovationen beim “Stromsparen” und beim Lastmanagement auf
breiter Front durchsetzen könnten.
Und solange Schaltnetzteile, um wenige Cent zu sparen, einen um
etliche Prozentpunkte schlechteren Wirkungsgrad haben, als technisch
möglich wäre, solange hunderttausende Stundenten in den Wohnheimen
ihren Rechner 24/7 SETI@home rechnen lassen weil Strom pauschal
berechnet wird und solange mein Nachbar weiterhin die gesamte Nacht
seinen Hof mit Glühlampen beleuchtet, sind solche Überlegungen wohl
müßig.
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September 16, 2008
Atomkraft-Fans wie du übersehen in der Diskussion immer einen sehr
wesentlichen Punkt.
AKW’s halte auch ich für energiepolitisch gesehen für eine gute
Sache, wenn sie auch nicht perfekt sind. Gäbe es das irrsinnig hohe
Gefährdungspotential durch radioaktive Isotope nicht, dann würde ich
sofort sagen: her mit den Dingern. Könnte sich prima mit den
alternativen Energien ergänzen.
Es sind aber völlig andere Gründe, die ganz entschieden gegen eine
Nutzung der Atomkraft sprechen und aufgrund dieser Gründe gibt es
auch das gesellschaftliche “Nein”. Das Problem der Entsorgung ist
beispielsweise völlig losgelöst von jeder Energie-Debatte. Und eines
der Kardinalsargumente, nämlich daß wir nicht wissen, in welchem
politischen und wirtschaftlichen Umfeld die Teile dereinst mal vor
sich hinbrummen, sieht man auch an der Debatte über die
Energiepolitik des Iran. Die Sache ist schon derart ausdiskutiert,
daß ich jedem Versuch, das alles wieder aufzuweichen, nur noch mit
einem begegnen werde: Widerstand, Sabotage, Kampf. Keine Atomkraft
und zwar nirgendwo, Schluß.
Gebt halt endlich auf! Ich muß doch auch auf viele Träume verzichten,
da werdet ihr in eurem Technologie-Wahn doch auch mal einen Dämpfer
hinnehmen können. Mensch, wie die bockigen Kinder - es nervt.
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September 16, 2008
> Du verschweigst, daß dieses seit langem bekannte Verfahren,
> der schnelle Brüter ist, der u.a. mit flüssigem Natrium
> gekühlt werden muß und vorsichtig ausgedrückt,
> technisch schwer zu beherrschen ist.
Das ist, vorsichtig ausgedrückt, Unfug. Metallgekühlte Reaktoren
(hauptsächlich Natrium/Kalium und Blei/Wismut) sind inzwischen
routinemäßig im Einsatz, insgesamt wurden 300 Reaktorjahre Erfahrung
gesammelt. Zwei schnelle Brüter (BN-350 und BN-600) waren über 20
Jahre im industriellen Einsatz, einer läuft noch immer. Viele
weitere treiben U-Boote, auch wenn die nicht als Brüter ausgelegt
sind. Nur zwei Reaktoren hatten nennenswerte Probleme (Superphenix
und Monju), bei keinem der viel zitierten Natriumfeuer (übrigens,
Kohle brennt auch und Dampf- oder Staubexplosionen sind auch nichts
lustiges) bestand auch nur die Gefahr, dass Radioaktivität
freigesetzt würde, denn wenn es brennt, brennt es im
Sekundärkreislauf.
Dafür verschweigst du, welche Möglichkeiten metallgekühlte Reaktoren
eröffnen. Sie können im Fehlerfall passiv gekühlt werden und gehen
ohne Eingriff irgendwelcher Sicherheitssysteme in einen stabilen
Zustand über, sie produzieren weniger problematischen Abfall, indem
sie alle Aktinide spalten, sie funktionieren mit einem einfacheren
und viel saubereren Wiederaufarbeitungsverfahren als thermische
Reaktoren und sie erreichen dank höherer Arbeitstemperatur einen
besseren Wirkungsgrad. Außerdem zieht auch das ohnehin unsinnige
Terrorismusargument nicht, weil man diese Reaktoren unterirdisch
bauen würde, da wo es keine FLugzeuge gibt. Frag Google nach dem
“Integral Fast Reactor”, wenn du Details wissen willst.
Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, dass der metallgekühlte
schnelle Brüter nicht der einzige Brutreaktor ist. Über 900
Reaktordesigns sind denkbar! (Zugegeben, solche wie der RBMK sind
auch dabei, und die muss man nicht unbedingt in Betracht ziehen.)
Darunter sind bleigekühlte schnelle Brüter (keine Feuergefahr),
Salzschmelzenreaktoren (etwas aufwändig, aber eigentlich sehr
elegante Thoriumbrüter, die außerdem übrig gebliebenes Waffenmaterial
verheizen können) und sogar Leichtwasserbrüter (ebenfalls
Thoriumbrüter, wenngleich sehr knapp und mit Korrosionsproblemen).
> > Danach kommt noch die Fusionsenergie, die reicht für einige 10000
> > Jahre.
> Du hast schon einen funktionierenden Prototypen gesehen, oder?
JET funktioniert bereits. Er liefert zwar netto keine Energie, aber
er funktioniert (was mich im Übrigen ehrlich überrascht). Und wir
haben noch ein paar tausend Jahre, um das hinzukriegen.
> Oder eben auch nicht; der Nachweis, daß es kontrollierbare
> Kernfusion überhaupt JEMALS auf Erden geben wird, steht noch aus.
Ha! Der Nachweis, dass Wind- und Sonnenenergie für eine moderne
Gesellschaft ausreichend sind, allerdings auch. Dieses Messer
schneidet in beiden Richtungen.
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September 15, 2008
>
> > Also doch, du gibst es selbst zu: Der GAU ist möglich.
>
> Was soll denn das heißen? Da gab es nie etwas abzustreiten, und das
> ist auch nicht das Geständnis eines Kriminellen.
Ich zitiere dich selbst:
> Ein Druckwasserreaktor kann nicht außer Kontrolle geraten. Völlig
> unmöglich, selbst wenn man den Kühlkreislauf durch Sprengung zerstört
> und die Kontrollstäbe herauszieht und wegwirft.
>
> Schau auf das Wort: Größter Anzunehmender Unfall. Natürlich ist der
> möglich, noch nicht einmal richtig unrealistisch. Dann hieße er ja
> “Nicht Mehr Anzunehmender Unfall”. Ein GAU ist schon per Definition
> immer möglich, und man kann eine Wahrscheinlichkeit dafür angeben.
>
> Eine völlig andere Frage ist, welche Folgen ein GAU hat. Er ist ja
> nicht unbedingt mit Freisetzung von Radioaktivität verbunden.
Dann wäre es ja schon per Definition kein GAU.
Der
> GAU beim EPR bedeutet einen geschmolzenen Kern im Containment, der
> GAU beim MSR bedeutet Salz im Speichertank, der GAU beim LM-FBR
> bedeutet gar nichts. Und beim klassischen Druckwasserreaktor
> bedeutet er einen Reaktorkern im Erdreich knapp unter dem
> Reaktorgebäude mit ziemlich hohen Aufräumkosten.
.. und der Freisetzung von Radioaktivität.
> Wieder eine andere Frage ist, wie wahrscheinlich ein GAU ist. Es
> müssen sehr viele Probleme zusammenkommen, damit ein GAU eintritt.
> Möglich ist er. Möglich ist aber auch, dass dich der Blitz beim
> Scheißen trifft. Risiken kann man, nein, muss man gegeneinander
> abwägen.
Genau. Und dabei verliert immer die Atomkraft.
> Und jetzt bitte keine Ausflüchte, dass alles konventionelle Böse ist
> und nur Alternative Energie die Absolution garantiert!Mit dem
> Wissen, dass Kohleverstromung jährlich 30.000 Menschen tötet (das ist
> eine Leiche alle 17 Minuten), findest du, man sollte zunächst
> Kohlekraftwerke oder Kernkraftwerke abschalten und warum?
Wieso oder? Warum darf man denn nicht beide Arten der fossilen und
die Gesundheit gefährdenden Stromerzeugung sukzessiv abschalten?
> > LOL! Fahr mal nach Hamm-Uentrup. Da kannst du den nicht rückbaubaren
> > Reaktor vom THTR besichtigen, in dem ein Haufen zerbröselter
> > Thorium-Kugeln für die nächsten paar Tausend Jahre kräftig strahlen.
>
> Einige wenige sind zerbröselt.
Und genau die verstopfen die Ein- und Ausgänge, aus denen man sie
heraus holen wollte.
Die Spaltstoffpartikel, die dabei
> frei werden, halten noch immer die Spaltprodukte zurück. (Ja
> wirklich, frag Google nach TRISO-Partikeln, wenn du verstehen willst,
> wie sie das machen.) Und ging es nicht eben noch um Überhitzung und
> Durchschmelzen? Was hat das mit zerbrochenen Brennelementen zu tun?
Das weiss ich nicht, du hast sie an dem Punkt ins Spiel gebracht.
> > Ganz und gar nicht, im Gegenteil. Regenerative Energie erzeugt sogar
> > gar keinen [Müll].
>
> [ ] Du weißt, welche Chemikalien zur Herstellung von Solarzellen
> eingesetzt werden.
> [ ] Du weißt, was aus Stauseen ausgast.
> [X] Abgewrackte Windturbinen sind auch Müll.
Im Vergleich zur Herstellung von fossilen Kraftwerken wiet weniger
gefährlich und von der Menge nur ein Bruchteil.
Abgewrackte Windmühlen können recycelt werden. Im
CFK-Forschungscenter Stade ist letztes Jahr das Verfahren vorgestellt
worden. Bis jetzt werden/wurden 20t/Jahr recycelt, mehr Müll ist noch
nicht angefallen. Sollte mehr Kapazität benötigt werden, kann die
Kapazität (fast) beliebig erhöht werden.
> Also entschuldige bitte, aber ein wenig Realismus wäre schon
> angebracht.
Du sagst es.
> > Und das Atommüll entsorgt wird, ist die größte Lüge der
> > Atomlobby. Es gibt weltweit keine Lösung für den gefährlichsten Müll
> > und es ist auch keine in Aussicht.
>
> Falsch, es ist nur keine Lösung in Aussicht, die Leute wie du
> akzeptieren werden. Das ist aber kein technisches Problem.
Nicht nur wie ich.
> Betrachten wir mal kurz die Kanadische Lösung.Kanadier holen ihr
> Uran aus Granitgestein, wo es offensichtlich seit Jahrmillionen lag
> und niemanden getötet hat. Ihr Reaktormüll ist hauptsächlich
> Uranoxid mit etwas Oxiden kurzlebiger Spaltprodukte. Den tun sie
> zurück in den Granit. Nach rund 300 (in Worten: dreihundert) Jahren
> ist er weniger gefährlich als Uranerz, und zwar deshalb, weil es sich
> dann essentiell um Uranerz handelt, und zwar abgereichertes.
Also warum machen wir das nicht auch so?
> > Ach, du meinst nicht zufällig die Anlage in Hanau, die ohne
> > entsprechende Genehmigung gebaut und betrieben wurde und aus der zig
> > Kilogramm Plutonium spurlos verschwunden sind?
>
> Hast du Links?(Aus echtem Interesse.)
Sicher:
http://72.14.207.104/search?q=cache:TNJBp6DnBR8J:www.uni-muenster.de/
PeaCon/wuf/wf-88/8830400m.htm Brennelemente Nukem Hanau
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