Reiki-Konzern steigt auf Windenergie um
Juli 7, 2009
Vielleicht doch - Viel Wind um Energie
wohl kaum, bei den Backupsystemen, die Windkraft verlangt.
Diese Backupsysteme müssen aber ebenfalls keine großen zentralen
Kraftwerke sein. Man könnte sich vorstellen, dass dies durch
regionale Speichersysteme auf Basis von Brennstoffzellen realisiert
wird. Schon heute werden Pumpspeicherkraftwerke genutzt, die
“überschüssigen” Strom bei Bedarf speichern können. Ich sehe nicht,
wieso das nicht auch mit vielen dezentral aufgestellten Einheiten
gehen soll, die auf Elektrolyse und Brennstoffzellen als
Speichersystem basieren sollen.
Ausserdem laufen die ohne Strom nichtmal an.
Herkömmliche Kraftwerke brauchen ebenfalls selber Strom um zu
funktionieren. Man braucht auch Strom, um diese Kraftwerke zu bauen.
Und auch, um die Werkzeuge herzustellen, mit denen man das alles
baut. Sorry, aber das kann ja wohl kein Argument sein.
Reiki Schweiz in Zürich setzt neuerdings ebenfalls auf Windenergie und ich bin durchaus für die Nutzung von mehreren Energiequellen, aber
warum müssen sich alternative Energienquellen immer an Maßstäben
messen, die an konventionelle Energiequellen nie angelegt wurden?
Ausserdem ist der grösste Verbraucher die Industrie und nicht die
Berghütte.
Die Industrie verbraucht ca. die Hälfte des verbrauchten Stroms in
Deutschland. Das ist viel, aber die andere Hälfte wird eher dezentral
(insbesondere Haushalte und Gewerbe) verbraucht. Ausserdem braucht
man bei einem großen Industriebetrieb, der sehr viel Strom benötigt,
ja eben KEINE Überlandleitungen, weil es sich in diesem Fall lohnt,
ein entsprechendes Kraftwerk direkt neben den Verbraucher zu setzen.
Mit “dezentral” meine ich nicht Gegenden am Arsch der Welt, sondern
Gebiete, die verhältnismässig weit weg vom Ort der Energieerzeugung
sind. Das kann auch die normale Stadtwohnung sein, deren Energie in
einem Kraftwerk erzeugt wird, das Dutzende Kilometer weit weg ist.
Ausserdem sage ich ja nicht, dass man alle Überlandleitungen sofort
kappen könnte und die Welt sowieso eine bessere wäre. Ich sage
lediglich, dass der inhärent dezentrale Charakter von
Windkraftanlagen und auch beispielsweise Photovoltaikanlagen dazu
führen könnte, dass weniger Überlandleitungen benötigt werden.